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Management of Paradoxes – Was ist wirklich wichtig? (3/3)

Wir haben gelernt, was Paradoxien sind. Wir haben verstanden, warum der Umgang mit Paradoxien so schwierig ist. Wir kennen Strategien, wie wir mit Paradoxien umgehen können (Management of Paradoxes). Doch was ist wirklich wichtig? In diesem Artikel möchten wir Ihnen vier Tipps an die Hand geben, die sie als Kompass durch unmögliche Entscheidungssituationen begleiten können.

Tipp 1: Erkennen Sie Paradoxien als wertvollen Bestandteil strategischer Überlegungen an.

Nutzen Sie das Wissen um Paradoxien und nehmen Sie ganz bewusst unterschiedliche Blickwinkel ein. Verstehen Sie Paradoxien nicht als lästig oder negativ, sondern sehen Sie diese schwierigen Entscheidungen als Möglichkeit neue Ideen zu entwickeln und einzigartige Lösungen zu schaffen. Seien sie neugierig, bleiben Sie positiv und machen Sie auf die Vorzüge von Paradoxien aufmerksam. Oder um es mit den Worten von Physik-Nobelpreisträger Niels Bohr zu sagen: „How wonderful that we have met with a paradox, now we have some hope for making progress.“

Tipp 2: Identifizieren Sie Paradoxien proaktiv, legen Sie Spannungsfelder offen

Integrieren Sie das Nachdenken und Diskutieren von Paradoxien in Unternehmensroutinen. So werden auch Führungskräfte und Mitarbeiter:innen im Umgang damit geschult. Das kann schon damit anfangen, dass in Meetings Personen mit anderen Meinungen explizit dazu ermutigt werden, ihre Perspektive darzulegen. Bei besonders kniffligen Fragestellungen können strukturierte Debatten oder der Einbezug betroffener Stakeholder in die Entscheidungsfindung helfen. Nehmen Sie sich Zeit alle Handlungsalternativen kennenzulernen, nach verschiedenen Lösungen zu suchen, um die beste Taktik zu identifizieren.

Tipp 3: Angst und Verteidigungsverhalten vermeiden

Sobald sich Menschen in die Ecke gedrängt oder unter Druck gesetzt fühlen, sinkt deren Fähigkeit lösungsorientiert und kreativ zu Denken. Komplexe Fragestellungen, wie Paradoxien, scheinen oft überwältigend und bedrohlich. Nehmen Sie Ihren Mitarbeiter:innen die Angst vor dem Scheitern und bieten Sie Möglichkeiten schwierige Fragestellungen gemeinschaftlich zu diskutieren.

Tipp 4: Kommunizieren Sie eine „sowohl-als-auch“-Vision

Welche Kultur in einem Unternehmen vorherrscht hängt immer von den Entscheidungsträgern und „Influencern“ im eigenen Unternehmen ab. Werden Sie sich dieser Vorbildfunktion bewusst: Wenn Sie das „Sowohl- als-Auch“-Denken verinnerlichen und in Ihre Kommunikation einbinden, werden es Ihnen alle anderen gleichtun.

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